Gesamt
Bedienung
Features
Verarbeitung

Starmodel mit Komplikationen

Die Wahl fiel auf diesen Tuner, CTG-30, da er einer der günstigste Clip-Tuner ist bei dem der Referenzton verstellt werden kann. Noch dazu macht er den Batteriewechsel und -kauf unnötig, somit ist es das definitiv günstigste und umweltfreundlichste Gerät auf dem Markt. Das Display ist hübsch designt, hell und hervorragend abzulesen, die Stimmgenauigkeit beträgt sehr gute +- 0,5 Cent (+-50 Cent ist der Anzeigebereich der Anzeige), die Ansprache ist rasant und der veränderte Referenzton wird gemerkt vom Gerät. Mit diesen Features gehört das Gerät technisch gesehen zur Oberklasse der Tuner.

Einige Probleme bereitet es allerdings bezüglich der Handhabung: Im Gegensatz zum Vorläufer ist die Anzeigeeinheit nicht 360 Grad drehbar auf der Halteklammer befestigt sondern starr. Daher muß ich die Halteklammer immer um 45 Grad schräg versetzt auf die Kopfplatte der Gitarre stecken um das Display ablesen zu können, was komisch aussieht und auch nicht der Stabilität der Klemmverbindung zuträglich ist. Noch dazu liegt der Einschaltknopf nicht unter dem Display sondern links oben, so dass man Handgelenk und Daumen immer komisch nach links oben um 90 Grad kippen und dann den Tuner vorsichtig mit allen Fingern umständlich umfassen und sichern muss, damit das kleine Gerät nicht durch das Drücken des Knopfes und die resultierende Hebelwirkung von der Kopfplatte fällt bzw. sich verstellt; greift man gerade mit Daumen und Zeigefinger wird das Display durch die Hand verdeckt. Das nervt auf die Dauer. Die komplizierte und hakelige Konstruktion der Befestigung erschwert auch den Transport im Gitarrenkoffer. Hier sollte Thomann nachbessern und es so perfekt, einfach und benutzerfreundlich lösen wie beim halb so teuren Thomann CTG-10. Eine kleine Gummiabdeckkappe um die USB-Buchse vor Verschmutzungen zu schützen, wie bei Handys üblich, wäre auch hilfreich. Ohne diese Makel wäre es ein Supergerät ohne wenn und aber.

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