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Sound
Verarbeitung

Universeller Miniamp nicht nur für Zupfinstrumente

Eigentlich hatte ich den Miniamp für eine akustische Ukulele angeschafft, den ich selbst mit einem Piezo-Pickup ausrüsten wollte. Das Ergebnis war eher nicht zufriedenstellend, also stand er einige Zeit bei mir herum, bis ich ihn als »Lautmacher« fürs Smartphone entdeckt habe. Verglichen mit PC-Lautsprechern der gleichen Preisklasse ist er besser, wenn auch nicht viel. Aber er tut seinen Dienst.

Nun habe ich mir eine E-Ukulele zugelegt und konnte auch das eigentliche Einsatzgebiet dieses Geräts testen. Die Ukulele ist in Baritonstimmung, und für deren tiefsten Ton reicht der kleine Dreizoll-Treiber gerade noch so aus. Mit einer Gitarre, deren Frequenzspektrum fast eine Oktave tiefer reicht, wird der Klang ziemlich grenzwertig sein. Kann ich nicht testen, ich habe keine E-Gitarre.

Die Verarbeitung ist sehr gut. Die Potis sind mit dem Gehäuse verschraubt und der Batteriefachdeckel macht einen guten Eindruck.

Als Übungsverstärker und zur Wohnzimmerbeschallung reicht er aus. Im Overdrive-Modus auch für ein kleineres Publikum, aber clean eher nicht, zumal er auch da schon bei voll aufgedrehtem Lautstärkeregler zu verzerren beginnt. Der Klang über den Kopfhörerausgang ist weitaus besser, aber der erreichbare Pegel ist im Clean-Modus auch da ziemlich dürftig.

Nachtrag: Das frühe Zerren ist zumindest bei den Magnet-Pickups meiner E-Ukulele so. Nun habe ich mal testweise einen passiven Untersteg-Piezo eingebaut. Erstaunlicherweise zerrt der Amp später, obwohl den Piezos eigentlich ein niedriger Pegel und eine hohe Impedanz am Ausgang nachgesagt wird. Für das ganz kleine Publikum ist er damit durchaus auch clean brauchbar.