Gesamt
Sound
Verarbeitung

Jazzig, und rocken dennoch!

Diese Saiten unterscheiden sich deutlich von gewohnten "Standardsaiten" und lohnen schon allein daher das Experiment - selbst, wenn sie einem am Ende nicht gefallen sollten. Ich für mein Teil bin ziemlich begeistert!

* Die Saiten klingen jazzig weich, aber nicht so ausgeprägt, wie bei der Thomastik Jazz Swing Serie. Anders als bei der letztgenannten Serie ist die g-Saite hier "plain" (also nicht umsponnen), so dass mit ihr Bendings möglich sind.

* Weil diese Saiten eben nicht so "mellow" klingen wie die der Swing-Serie, eignen sie sich auch gut für die Verzerrung. Für mich jedenfalls ist es ein Riesenvorteil, dass ich mit derselben Gitarre (bei mir eine Les Paul) sowohl Jazz als auch Rock spielen kann.

* Zum Thema Rock ist vielleicht wichtig zu wissen, dass das Bending mit diesem 11er-Satz überraschend einfach ist, vergleichbar etwa mit einem gewöhnlichen 10er-Satz. Das war für mich eine echte Überraschung und hängt vermutlich mit einer weicheren Legierung zusammen.

* Die Stimmstabilität ist außerordentlich gut (habe ich so noch nicht erlebt) - übrigens auch schon gleich nach dem Aufziehen, wobei ich Wert auf sorgfältiges und gleichmäßiges Dehnen vor dem ersten Spielen lege.

Fazit: Der beste Kompromiss für alle, die Jazz und Rockmusik spielen!

Anmerkung: Bei den hier vorliegenden Saiten mit rundem Kern ist unbedingt zu beachten, dass man sie zuerst aufzieht und erst dann die überstehende Saitenlänge abgezwickt. Bei den viel häufigeren Saiten mit hexagonalem Kern ist die Reihenfolge egal, bei rundem Kern aber kann sich anderenfalls die Wicklung nach dem Abschneiden verschieben und die Saite ist "tot". (Ist mir leider selbst schon passiert.)

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