Gesamt
Features
Sound
Verarbeitung

Kompakt und solide

Genutzt wird der Captor im Bandkontext, da wir ohne Boxen direkt ins Pult spielen. Was habe ich vorher alles ausprobiert und geschleppt, zig DI-Boxen und diverse Loadboxen. Das war alles gut, aber eben schwer. Der Captor wurde ausschließlich angeschafft, um eine kleine Loadbox zu haben.

Die Speaker-Simulation jedoch ist klanglich m.E. positiv zu bewerten (auch wenn ich den End-Sound aus einer FANTA hole). Ich habe den Captor gegen eine FANTA, diverse Red-Box und alle vorhandenen Palmer-Produkte antreten lassen. Kurz gesagt: der Captor kam auf Platz 2 hinter der FANTA und gleichauf mit der Palmer JB. Das Klangbild ist ausgewogen, sowohl clean als verzerrt (Overdrive, keine Metal-Säge), aber in den Höhen etwas "britzeliger" als die FANTA. Das kann ich über das Mischpult nahezu eliminieren, aber die FANTA bietet mir meinen (!) Wunschsound ohne einen einzigen Knopf. Also läuft der Captor i.d.R. nur als Loadbox (welch eine Verschwendung eigentlich...), ist aber schön handlich und bietet im Falle eines Falles einen richtig guten Sound. Die Bass-Option finde ich für Gitarre zu bassig und ich möchte meine Klangfarbe nicht am Mischpult, sondern maximal an meinem Amp vornehmen. In einer Rezension stand jedoch mal, dass die Bass-Option zu guten Gitarren-Ergebnissen führen kann.

Übrigens hatte ich jahrelang auch den Klassiker Palmer PDI-03 in Gebrauch. Das Ding ist klasse, aber da ich kein Racksystem nutze einfach unhandlich. Zum Glück hat der Captor auch einen Level-Regler wie der PDI-03, das ist spitze und oft nützlich falls die Mitspieler mal wieder durchdrehen...